Kinofilme-Stöckchen

19. Juli 2010

Dieses Stöckchen habe ich auf dem Blog von Steffen gefunden und mir gedacht „Das machste jetzt auch mal!“ Und nebenbei fühlt er sich dann auch nicht mehr so doof ^^ Deswegen hier das Stöckchen.
P.S.:Ich finde auch, dass sich das seltsam anhört.

001. Avatar – Aufbruch nach Pandora, 2009, James Cameron
002. Titanic, 1997, James Cameron
003. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs, 2003, Peter Jackson
004. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2, 2006, Gore Verbinski
005. The Dark Knight, 2008, Christopher Nolan
006. Harry Potter und der Stein der Weisen, 2001, Chris Columbus
007. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt, 2007, Gore Verbinski
008. Harry Potter und der Orden des Phönix, 2007, David Yates
009. Harry Potter und der Halbblutprinz, 2009, David Yates
010. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme, 2002, Peter Jackson
011. Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung, 1999, George Lucas
012. Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück, 2004, Andrew Adamson, Kelly Asbury, Conrad Vernon
013. Jurassic Park, 1993, Steven Spielberg
014. Harry Potter und der Feuerkelch, 2005, Mike Newell

015. Spider-Man 3, 2007, Sam Raimi
016. Ice Age 3, 2009, Carlos Saldanha, Mike Thurmeier
017. Harry Potter und die Kammer des Schreckens, 2002, Chris Columbus
018. Der Herr der Ringe – Die Gefährten, 2001, Peter Jackson
019. Findet Nemo, 2003, Andrew Stanton
020. Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith, 2005, George Lucas
021. Transformers – Die Rache, 2009, Michael Bay
022. Spider-Man, 2002, Sam Raimi
023. Independence Day, 1996, Roland Emmerich
024. Shrek der Dritte, 2007, Chris Miller
025. Krieg der Sterne, 1977, George Lucas
026. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, 2004, Alfonso Cuaron

027. E.T. – Der Außerirdische, 1982, Steven Spielberg
028. Der König der Löwen, 1994, Roger Allers, Rob Minkoff
029. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, 2008, Steven Spielberg
030. Spider-Man 2, 2004, Sam Raimi
031. 2012, 2009, Roland Emmerich
032. The Da Vinci Code – Sakrileg, 2006, Ron Howard
033. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia, 2005, Andrew Adamson
034. Matrix Reloaded, 2003, Andy & Larry Wachowski
035. Oben, 2009, Pete Docter, Bob Peterson
036. Transformers, 2007, Michael Bay
037. New Moon – Biss zur Mittagsstunde, 2009, Chris Weitz
038. Forrest Gump, 1994, Robert Zemeckis
039. The Sixth Sense, 1999, M. Night Shyamalan
040. Fluch der Karibik, 2003, Gore Verbinski
041. Ice Age 2, 2006, Carlos Saldanha
042. Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger, 2002, George Lucas
043. Kung Fu Panda, 2008, Mark Osborne, John Stevenson
044. Die Unglaublichen, 2004, Brad Bird
045. Hancock, 2008, Peter Berg
046. Ratatouille, 2007, Brad Bird
047. Vergessene Welt – Jurassic Park, 1997, Steven Spielberg

048. Die Passion Christi, 2004, Mel Gibson
049. Mamma Mia!, 2008, Phyllida Lloyd
050. Madagascar 2, 2008, Eric Darnell, Tom McGrath
(Bin nach bissel mehr als der Hälfte im Kino eingepennt)
051. 007 – Casino Royale, 2006, Martin Campbell
052. Krieg der Welten, 2005, Steven Spielberg
053. Men in Black, 1997, Barry Sonnenfeld
054. 007 – Ein Quantum Trost, 2008, Marc Forster
055. I Am Legend, 2007, Francis Lawrence
056. Iron Man, 2008, Jon Favreau
057. Nachts im Museum, 2006, Shawn Levy
058. Mission: Impossible 2, 2000, John Woo
059. Armageddon, 1998, Michael Bay

060. King Kong, 2005, Peter Jackson
061. The Day After Tomorrow, 2004, Roland Emmerich
062. Das Imperium schlägt zurück, 1980, Irvin Kershner
063. Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf, 2008, Andrew Stanton
064. Kevin – Allein zu Haus, 1990, Chris Columbus
065. Madagascar, 2005, Eric Darnell, Tom McGrath
066. Die Monster AG, 2001, Pete Docter
067. Die Simpsons, 2007, David Silverman
068. Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991, James Cameron

069. Ghost – Nachricht von Sam, 1990, Jerry Zucker
070. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, 2004, Jay Roach
071. Aladdin, 1992, John Musker, Ron Clements
072. Troja, 2004, Wolfgang Petersen
073. Twister, 1996, Jan De Bont
074. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, 1989, Steven Spielberg

075. Illuminati, 2009, Ron Howard
076. Toy Story 2, 1999, John Lasseter
077. Bruce Allmächtig, 2003, Tom Shadyac
078. Shrek – Der tollkühne Held, 2001, Andrew Adamson, Vicky Jenson
079. Der Soldat James Ryan, 1998, Steven Spielberg
080. Mr. & Mrs. Smith, 2005, Doug Liman
081. Die Rückkehr der Jedi-Ritter, 1983, Richard Marquand
082. Charlie und die Schokoladenfabrik, 2005, Tim Burton

083. Gladiator, 2000, Ridley Scott
084. Der weiße Hai, 1975, Steven Spielberg
085. Hangover, 2009, Todd Phillips
086. Mission: Impossible, 1996, Brian De Palma

087. Pretty Woman, 1990, Garry Marshall
088. Cars, 2006, John Lasseter
089. Matrix, 1999, Andy & Larry Wachowski

090. X-Men – Der letzte Widerstand, 2006, Brett Ratner
091. Das Vermächtnis des geheimen Buches, 2007, Jon Turteltaub
092. Last Samurai, 2003, Edward Zwick
093. Tarzan, 1999, Kevin Lima, Chris Buck
094. 300, 2007, Zack Snyder

095. Ocean’s Eleven, 2001, Steven Soderbergh
096. Pearl Harbor, 2001, Michael Bay
097. Men in Black II, 2002, Barry Sonnenfeld
098. Sherlock Holmes, 2009, Guy Ritchie

099. Das Bourne Ultimatum, 2007, Paul Greengrass
100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen, 1993, Chris Columbus

Ok, ich 27 von diesen Filmen nicht gesehen und bei den meisten werde ich das wohl auch nicht ändern. Mag sich noch jemand als Filmfreak outen? *mit Stöckchen wink und werf* FASS!

so long
Chris

Von Schnäppchenjägern und Draufzahlern

30. November 2009

eBay…Land der fast unbegrenzten Einkaufs- und Sparmöglichkeiten…Sperrmüll und Flohmarkt waren gestern, denn warum aus dem Haus gehen oder eine extra Zeitung kaufen, wenn man doch Internet und somit eBay hat?
Rumlaufen?
zig Anzeigen durchlesen, bis man das gefunden hat, was man gesucht hat?
Druckerschwärze an den Fingern?
ein vergeudeter Vormittag?
Pah! Das gehört mit eBay der Geschichte an!
Bequem auf der Couch sitzen, dazu vielleicht noch einen Tee? Ja, das ist es, was uns eBay bringt!
Lange Zeit gab es auch Schattenseiten beim Kauf auf eBay…das vermeintliche Schnäppchen wird durch horrende Versandkosten unglaublich teuer und ist plötzlich kein Schnäppchen mehr! Aber was sollte man dagegen machen? Und hey, immerhin konnte man auf der Couch sitzen bleiben…Doch auch damit hat eBay vor gewisser Zeit Schluss gemacht! In bestimmten Kategorien wurde den Versandkosten eine Obergrenze auferlegt. Endlich muss man für die Schuhe von Gucci (erboten für 101,38€, Neupreis 300€) keine 250€ Versandgebühren mehr zahle. Juhu!
Aber noch viel toller sind die Kategorien, in denen die maximalen Versandgebühren auf NULL EURO begrenzt sind! Der Verkäufer MUSS die Artikel kostenlos versenden! Endlich zahlt man nur für das, was man auch haben will!

Aber diese tollen Obergrenzen haben auch ihre Schattenseiten…Die Verkäufer müssen diverkauften Artikel ja immernoch verschicken, auch wenn sie es dem Käufer nicht in Rechnung stellen dürfen. Bei vielen Dingen mag das gehen, ein Maxibrief bei der Post koste ja nichtmal 1,50€, das bekommt man mit dem Verkaufspreis sehr wahrscheinlich gedeckt. Mir ging es vor ein paar Tagen anders…Im Laufe der Jahre haben sich bei mir 28 Ausgaben des Club Nintendo Magazins angesammelt, die ich nun verkaufen wollte. Eigentlich wollte ich die unter
PC- & Videospiele -> Sachbücher & Ratgeber -> Zeitschriften
einstellen. Habe auch schonaml geschaut, wie ich die versende und wollte es dann als Hermes-Paket für 6,90€ verschicken, da ein Stapel von 28 DinA4-Heften nunmal schon eine gewisse Größe erreicht. Nachdem ich alles fertig eingegeben hatte, teilte mir die Seite mit, dass ich die maximalen Versandgebühren, die in dieser Kategorie gelten, von 0,00€ überschreite. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, was es damit auf sich hatte…nach einigem Nachlesen stellte sich also heraus, dass ich das Paket kostenlos verschicken sollte…Ich hätte also Minimum 6,90€ für die Hefte bekommen müssen, damit ich keinen Verlust mache und das ist irgendwie unwahrschienlich, vor allem, da eventuell noch eBay-Kosten dazukommen! Ich habe mich dann entschieden die Hefte in einer Sammeln&Seltenes Kategorie unterzubringen, ohne Versandkostenbeschränkung.

Ich finde es ehrlich gesagt bescheiden, dass ich gezwungen werde, in manchen Kategorien kostenlos zu versenden. Teilweise lohnt isch das Einstellen bestimmter Dinge ja garnicht mehr! Händler können sich sowas leisten, die kalkulieren das passend, machen einen Sofortkauf daraus und gut ist. An kleine, private Verkäufer, so wie mich, wird dabei aber nicht gedacht. Nun kann ich zwar das Risiko eingehen und hoffen, dass genug Interesse an meinem Artikel besteht, aber was wenn nicht? Dann zahle ich am Ende noch drauf, dass mein Artikel weg ist! Hätte ich ihn weggeschmissen, wäre der Platz im Regal auch frei, wäre aber kostenlos gewesen…Ich verstehe es nicht, da muss eindeutig der Wahnsinn bei eBay zugeschlagen haben!

So long,

Chris

Zwischen Fakt und Fiktion

26. August 2009

In letzter Zeit bin ich sehr wenig zum Lesen gekommen, dabei tue ich das sehr gerne. Ebensowenig bin ich hier zum Schreiben gekommen, was ich ziemlich schade finde, aber nun endlich beheben kann.
Grund meines Schreibens ist ein Buch, besser gesagt zwei Bücher:
„Cathy’s Book“ und „Cathy’s Key“.
Was macht diese Bücher so besonders, ausser dass sie anscheinend beide Teil einer Serie sind? Zum einen sind sie in „Pseudo-Tagebuchform“ geschrieben. Beide Bücher sollen den Anschein eines Tagebuches erwecken, aber aufgrund der teils langen Dialoge, die sehr wortgetreu wiedergegeben werden, schwächelt dieser Anschein etwas. Trotzdem gefällt es mir. Zusätzlich sind beiden Büchern noch Beweisstücke beigefügt. Dokumente und kleine Gegenstände, die in der Geschichte vorkommen. Geburtsurkunden, Briefe, Patientenarmbänder, Postkarten, Zeichnungen, die die Hauptfigur angefertigt hat…Wahnsinn! Man wird durch die Darbietungsform und die Gimmicks fast selbst Teil der Geschichte und wenn man dann übermütig wird und sich von der Telefonnummer auf den Einbänden überreden lässt, sie anzurufen, wird man mit Sprachnachrichten der Hauptfiguren belohnt. Man kann an Emailadressen schreiben und bekommt Antwort. Ein nettes kleines Spielchen, das einen noch weiter in die Geschichte hineinzieht. Am Ende von Cathy’s Key gibt es noch die Idee, die Geschichte der ersten beiden Bücher zu veröffentlichen, denn wer würde dann schon noch glauben, dass es Unsterbliche gibt? Ich möchte nun nicht großartig auf die Geschichte eingehen, dass kann der Klappentext bei Amazon besser erklären als ich.

Fazit: Ich möchte die Bücher jedem ans Herz legen, der mit weiblichen Hauptdarstellern und sehr leichten Fantasythemen kein Problem hat.

Experiment: Erwachsen sein

4. Juni 2009

Gestern Abend lief auf RTL die „Doku“ Erwachsen auf Probe. Fünf Teenie-Päärchen, die der Meinung sind, ein Kind bekommen zu wollen, dürfen vier Wochen lang erwachsen sein und Kinder haben. Die Vorschau im Fernsehen hat bereits mein Interesse geweckt mit Aussagen der Probeerwachsenen wie: „Ein baby braucht ja nur die drei Dinge: Essen, Schlafen und Liebe“ oder „Ich hab ja schon Erfahrung mit Haushalt, ich koche und putze manchmal.“ Das versprach spannend zu werden!

Im Vorfeld gab es schon Proteste von Jugendschützern „NEEEEEEEIIIIIIN!!! KINDER DÜRFEN NICHT ALS VERSUCHSOBJEKTE BENUTZT WERDEN!“, da die Probeerwachsenen auch echte Babys zu Hüten bekamen. Wo ich einfach nciht verstehe, wo da das Problem ist. Die Häuschen der Probefamilien werden videoüberwacht, die echten Eltern der Babys können jederzeit mitansehen, was passiert und im Ernstfall sofort ihrem Kind zu Hilfe kommen. Zudem sind ausgebildete Erzieher vor Ort, die da ebenfalls ein Auga drauf haben.
„Das ist doch nur falsche Sicherheit, die den Eltern da eingeredet wird!“
Ja nee, is klar…Die BBC hat dieses Format bereits erfolgreich umgesetzt und dort ist auch kein Kind gestorben. Ob das was mit dem Land zu tun hat? Sicher nicht! Die Kinderschützer übertreiben meiner Meinung nach sehr.
Was wirklich zu bedenken ist: Wie können die Eltern so leichtfertig ihre Kinder hergeben? Ich persönlich würde meine Kinder (Wenn ich irgendwann mal welche haben sollte) dort nicht hingeben, aber das muss jedes Elternpaar selbst entscheiden. Ich möchte das jetz tnicht bewerten, da ich einen ganz anderen Standpunkt dazu habe, als jemand, der wirklich eigene Kinder hat.

Wieder zurück zur Sendung.
Schon nach wenigen Minuten merke ich, dass man die Sendung auf 2 Niveaus schauen kann. Das eine ist das „Entertainment-Niveau“, hierauf will der Zuschauer nur unterhalten werden und sich anschauen, wie die armen Probeeltern scheitern und Stress haben.
Das andere Niveau, das „Doku-Niveau“, kommt leider viel zu kurz. Hier geht es wirklich darum sich anzusehen, was passiert, warum die Probeerwachsenen scheitern und ob sie etwas draus lernen (und so weiter). Ich bin mir sicher, dass die BBC-Vorlage diesem Part wesentlich mehr Beachtung schenkt, als RTL, was aber daran liegt, dass RTL vom Entertainment und teilweise auch der Dummheit seiner Zuschauer lebt. BBC meines Erachtens nach aber wirklich auf das Vermitteln von Wissen bedacht ist. Bevor ich jetzt aber mit einem ellenlangen Monolog über „Hartz-IV-Fernsehen“ anfange, lasse ich das einfach so stehen.

Ich versuche garnichtmehr, mir die Sendung auf der Doku-Ebene anzuschauen, dazu steckt einfach zu wenig Doku drin, schade! Auf dem Entertainment-Niveau ist es trotzdem ganz lustig, wenn man sich die Teenies anschaut, die meinen ein Kind versorgen zu können, aber schon daran scheitern, für 150€ einen WOcheneinkauf zu erledigen, oder nichtmal die Arbeit schaffen, weil sie nach wenigen Minuten körperlicher Arbeit schon total fertig sind und kündigen.
Ich gebe zu, dass ich darüber den Kopf geschüttelt habe und mir überlegt habe, wie man so naiv…nein, das trifft es nicht…wie man so dumm sein kann, das Leben als so einfach anzusehen.

Wirklich interessant wird es, als die Eltern zunächst Babydummies bekommen. Babysimulatoren, die genauso Bedürfnisse haben, wie ein echtes Baby. Damit waren alle erstmal prompt überfordert, denn wer wusste schon, warum das Baby schreit? Wie konnt eman es abstellen? Der Hammer kam dann aber in der Nacht. Eine Probemutter dreht sich im Schlaf auf das Babydummie, welches im Ehebett liegt und bleibt darauf liegen. Ergebnis: Kind erstickt, Mutter geschockt. ABER: Wir sind ja sowas von bereit für ein Baby!

Danach habe ich nicht mehr wirklich aufgepasst, da ich zum einen enttäuscht war, dass der interessante Doku-Teil durch stumpfsinnige Unterhaltung fast komplett geschkuckt wurde und ich zum anderen auch noch zu tun hatte.

Abschließend muss ich sagen, dass ich mit einer gewissen Schadenfreude zugesehen habe, wie die Probeeltern scheitern, aber auch totales Unverständnis für ihre gnazen Dummheiten, die sie machen, gezeigt habe. Wenn ich mir überlege, dass ich knapp 3-4 Jahre älter bin, muss ich sagen, dass ich mich wesentlich erwachsener, vernünftiger und verantwortungsbewusster fühle, als die 10 Teenies zusammen.
Ich weiß wenigstens, dass ich noch nicht bereit bin, ein Kind zu erziehen und ein Haushalt sich nicht von allein macht.

So long,
Chris

Winnenden Part2

23. März 2009

26. April 2002 – Robert Steinhäuser – Erfurt
20. November 2006 – Sebastian B. – Emsdetten
11. März 2009 – Tim Kretschmer – Winnenden

Drei Daten, drei Namen, drei Orte. Sie hallen wie Schüsse in unseren Ohren, wenn wir sie hören. Wir verbinden sie mit Angst, Schrecken, Tod und Verlust. Ein Amoklauf ist etwas schreckliches, das möchte ich nicht bestreiten. Trotzdem hat mich der Vorfall von Winnenden nicht schockiert, zumindest nicht wegen der Tat an sich.

Vielleicht ist es mir erst seit Erfurt richtig bewusst, aber seitdem habe ich von so vielen Amokläufen gehört, dass es für mich nichts mehr ist, das ich in allen Details berichtet sehen möchte. Doch was hat mich an Winnenden dann schockiert? Ich saß an dem Tag in der Uni und habe gearbeitet. Nebenbei habe ich immer mal wieder Mails geschaut und dabei die Schlagzeilen auf web.de gelesen.
Amoklauf in Winnenden
5 Tote
15 Tote
Täter erschoss sich
Es war Schema F…Sobald es etwas neues gab, wurde es veröffentlicht, auch wenn es nur einige wenige Sätze waren. Es wurde ein riesiger Medienwirbel darum gemacht und ich habe nur darauf gewartet, dass es wieder die bößen Killerspiele waren, die Kretschmer zu der Tat gebracht haben. Tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht! „Täter hat kurz vor der Tat noch Killerspiele gespielt“
Juhu! Die bößen Killerspiele!
Ich war wirklich froh, als bekannt gegeben wurde, dass Kretschmer psychologische Probleme hatte und die mit ein Grund für die Tat gewesen sein müsse.

Doch ich möchte jetzt nicht seitenweise darüber schreiben, dass „Killerspiele“ keine Amokläufe auslösen oder dass man mal schauen sollte, ob Kretschmers Umfeld nicht einfach nur scheiße war. Ich will stattdessen meine Meinung zur Berichterstattung und den nachfolgenden Tagen loswerden. Dort sind mir nämlich mehrere Sachen aufgestossen.

1) Der riesen Medienwirbel um die ganze Sache. JA, ein Amoklauf ist schrecklich und JA, es ist tragisch für die Angehörigen. Aber ist die Einschaltquote wirklich so wichtig, dass man unentwegt darüber berichten muss? Ich sage NEIN! Jedes Fitzelchen Information wird sofort an die Zuschauer verfüttert, egal wie klein es ist. Es spricht doch auch für sich, dass die Bewohner von Winnenden nach 3 Tagen nicht mehr mit den Reportern geredet haben. Den Anwohnern wurde es einfach zu viel.
Darf Berichterstattung so weit gehen?

2) Die Medien in den folgenden Tagen. Nicht nur, dass andauernd berichtet wurde, nein, heute wurde die offizielle Trauerfeier im Fernsehen übertragen. Ich war froh, dass es auf einem öfentlichen Sender lief und nicht auf einem privaten. Dann war es wenigstens nur ein ganz klein wenig aufgrund der Einschaltquoten. Das ist zwar nur meine Meinung, aber man sollte aus sowas keine Medienübertragung machen…

3) Die Trauerfeier. Was hatten Merkel und Köhler da zu suchen? Warum müssen da Politiker kommen? Was haben die damit zu tun? Einerseits zeigt es zwar das Mitgefühl der „Mächtigen“ im Land den Opfern und Angehörigen gegenüber, andererseits kann ich es aufgrund der nahenden Wahlen auch nicht komplett ernst nehmen. Ich denke, dass es eine Mischung aus beidem war, wobei ich mir nicht über das Mischungsverhältnis Gedanken machen will, aus Mitleid und Profilierung.
Aber mal andersrum: Wieviele größere Unglücke gibt es im Jahr? Autounfälle, Gasexplosionen, Busunglücke…Wo sind Merkel und Köhler da? Warum sind sie dort nicht auch? Was macht einen Amoklauf zu etwas „besonderem“ gegenüber „normalen“ Unglücken? Ich verstehe es nicht…

4) Die Reaktionen der Bevölkerung. Zwei oder drei Tage nach dem Amoklauf habe ich in einem meiner Gästebücher den folgenden Eintrag gefunden:

Lichterkette für alle Opfer in Winnenden
und deren Angehörige

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Wir trauern mit Winnenden!
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Bitte gib es weiter !!!!

Wieviele Lichterketten soll es denn noch geben? Ich halte so etwas für schwachsinnig. Ich bezweifle, dass jemand, dem dieses Bildchen Trost spenden würde, jemals über meine Seite stolpert. Solche Aktionen bringen nichts, ausser dass sie den Vorfall nur noch länger präsent halten. Ich kann verstehen, wenn Leute ihr Mitgefühl ausdrücken wollen, aber ich halte ein „Mitgefühl für Winnenden“ in der Signatur für wesentlich persönlicher als das Bild oben.

Letztendlich teile ich Fabians Ansicht, dass ein Amokläufer neben seiner Rache auch Aufmerksamkeit will. Die Medien erfüllen ihm diesen Wunsch sichtlich gerne und spornen damit VIELLEICHT auch indirekt andere Personen an, einen Amoklauf durchzuführen. Man beachte hier das VIELLEICHT! Ich möchte den Medien hier nichts unterstellen, es ist nur eine Vermutung, wie potentielle Täter es aufnehmen KÖNNTEN.
Ich habe es vorhin schon einmal gesagt, aber wieviele andere Unglücke ereignen sich im Jahr bei denen die Medien nicht so einen Aufstand machen? Ein Amoklauf ist genauso tragisch wie ein Busunglück bei dem 20 Menschen sterben oder ein Häuserbrand, bei dem 5 Leute ihr Leben und weitere 15 ihr gesamtes Hab und Gut, vielleicht ihre Existenz, verlieren. Ein Amoklauf ist nur seltener, aber nicht schlimmer.

Soweit meiné Meinung zu Winnenden.

So long
Chris

Winnenden Part1

18. März 2009

Vor inzwischen einer Woche ist wieder ein Amoklauf geschehen. Einer meiner Freunde hat dazu einen offenen Brief an die Medien geschrieben, den ich hier veröffentlichen darf:

 

Sehr geehrte Mitarbeiter der Redaktion! 

Und wieder einmal hat es auch uns in Deutschland erwischt – ein Amoklauf an einer deutschen Schule, bei der insgesamt 15 Personen und der Täter selbst auf brutalste und tragischste Weise ums Leben gekommen sind. Keine 11 Stunden nach einem ähnlichen Vorfall in den Staaten. Ein Trittbrettfahrer? Hat er von diesem Vorfall gewusst? Was geht in solch einem Menschen vor? Waren es die Videospiele? War es seine persönliche Vergangenheit? War es die fehlende Vertrauensbasis zu seinen Eltern und Freunden? Wussten die überhaupt, was in ihm vorgeht? War dies vorhersehbar? Eine Sache, die erschüttert, die betroffen macht, die nachdenklich stimmt. 

Doch am meisten nachdenklich stimmt mich der Umgang der Medien mit diesem Vorfall! Sind Sie sich eigentlich im Klaren, was Sie hier tun? In vielen Fällen sehnt sich der Täter nach Aufmerksamkeit, er fühlt sich missachtet, alleingelassen, von niemandem ernst genommen und greift somit zu dieser letzten Möglichkeit. Und Sie als Redaktion tun ihm den Gefallen!  

Ich weiß, dass die Bevölkerung ein Recht auf Information hat und dass Sie in der Verpflichtung stehen, die Bevölkerung zu informieren, was vorgefallen ist. Doch muss denn das sein? Diese Details? Dieses permanente Wiederholen von noch so kleinsten Kleinigkeiten? Sie plaudern aus dem Privatleben des Täters, wer er war, was er gemacht hat. Sie drucken ein Foto des Täters ab. Sie veröffentlichen Details aus Internetblogs und Tagebüchern. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft – nun kennt ganz Deutschland den Täter, ganz Deutschland weiß, dass es ihn gibt bzw. gab – genau das, was er wollte. 

Und schlimmer: sie lassen einen 12jährigen Jungen berichten, was sie erlebt haben – ob er gerade unter Schock steht, ist Ihnen völlig egal. Die Sensationsgeilheit unseres Landes ist doch um Welten wichtiger.

Ich fände eine Redaktion stark, die diesen Vorfall erwähnt, aber nicht über ihn berichtet. Um allen zu zeigen: wir sind betroffen, und wir verurteilen solch eine Tat. Doch der Täter wird uns dadurch kein bisschen wichtiger – im Gegenteil!

Fabian Schäfer
Kaufbeuren

Spuren im Schnee

23. Januar 2009

Jetzt wo er weg ist, denke ich erst richtig über den Schnee nach. Ich habe in den Schneetagen viele Spuren im Schnee gesehen und mir ab und an überlegt, wo sie wohl hinführen. Unsere Wege waren in den Schnee gezeichnet  und für jeden anderen sichtbar. Wir, die wir so viel Wert auf Privatsphäre legen, lassen einfach so Spuren zurück, die jeder verfolgen kann, wenn er sich genug anstrengt.

Unsere Schritte haben also Spuren hinterlassen, sowie alles andere was wir tun, auch Spuren hinterlässt. Spuren gibt es überall, nicht nur im Schnee. Seien es dreckige Fussstapfen auf dem frisch gewischten Fußboden, Papier das man auf den Boden fallen lässt, Gekritzel auf eine Toilettentrennwand in einer Kneipe oder die eigene Handynummer in der Liste „Verpasste Anrufe“ eines anderen Handys.

Wir hinterlassen jede Menge Spuren und für den Menschen, trotz allem ein soziales Wesen, sind die wichtigsten Spuren wohl die, die wir bei den Personen hinterlassen, die einem etwas bedeuten oder die wir als wichtig erachten.
Ich versuche zum Beispiel einen guten Eindruck bei meinen Freunden zu hinterlassen. Sie sollen unter Anderem wissen, dass ich für sie da bin und sie ernst nehme. Dafür muss ich genau das immerwieder zeigen und tun.
Meine Eltern sollen stolz auf mich sein und ich gebe gerne zu, dass ich mich freue, wenn sie Bekannten erzählen, dass ich jetzt Chemie studiere. Dafür muss ich auch entsprechende Leistungen bringen, auf die meine Eltern stolz sein können, logisch.
Meine Freundin soll wissen, dass ich immer für sie da bin und ich sie liebe, also muss ich auch diese Dinge tun um die richtige Fußspur zu hinterlassen.
Am allerwichtigsten sind diese Fußspuren aber für mich. Jeder Mensch will sich selbst im Spiegel anschauen können und sagen können „Das bin ich! Schau, was ich geleistet habe!“ Man muss auch in sich selbst die richtigen Spuren hinterlassen, damit man sich noch selbst in die Augen blicken kann.

Letztendlich gibt es noch die Spuren, die man am liebsten verwischen würde. Erinnerungen an dumme Streiche, falsches Verhalten einer anderen Person gegenüber, Fehler die man gemacht hat, Unrecht das einem angetan wurde. Man kann aktiv oder passiv an genau diesen Spuren beteiligt gewesen sein, das ist egal. Entscheidend ist, dass wir sie nicht mehr sehen wollen, weil sie uns immer und immer wieder weh tun. Aber so ist das nunmal mit Erinnerungen.

Im Schnee sehen wir die Vergangenheit, Wege die andere Menschen gegangen sind. In unseren Erinnerungen sehen wir das auch. Doch so wie der Schnee schmelzen wird, werden auch unsere Erinnerungen verblassen und vielleicht irgendwann verschwunden sein.
Bei manchen Erinnerungen ist es gut, bei anderen jedoch schade, wenn sie verschwinden.

So long
Chris

Do you know it’s Christma Time?

24. Dezember 2008

Nein, irgendwie nicht. Der Heilige Abend steht kurz bevor. Meine Familie ist in der Kirche und ich hatte dieses Jahr kein Bedürfnis danach, mitzugehen. Seltsam, eigentlich war ich immer gerne in der Kirche an Weihnachten…Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich mich gerade mit Halsschmerzen herumschlage, die sehr unpassend vor zwei Tagen angefangen haben.
Eben ist mir sogar aufgefallen, dass Weihnachten für mich früher etwas ganz anderes war als heute. Früher konnte ich es kaum erwarten, bis endlich Bescherung war. Ich war hibbelig und den Tag über so aufgeregt, dass ich nichts gescheites machen konnte. Während dem Abendessen habe ich dem Geschenkeauspacken entgegengefiebert. Was hatte mir der Weihnachtsmann wohl gebracht? Was bekam ich geschenkt? War es etwas schönes zum SPielen oder nur doffe Klamotten? Ja, ich war als Kind egoistisch und materialistisch, was Weihnachten anging, aber das war wohl bei jedem so. Jedes Weihnachten gab es mindestens zwei tolle Spielzeuge, die mi von da an das Spielen noch angenehmer machten.
In den letzten Jahren ist dieser Trend stark zurück gegangen. Es sind weniger Geschenke, die dafür teurer sind. Natürlich ist das schön, immerhin sind teure Geschenke aus dem Elektronikbereich oft toller als ein olles LEGO-Spielset. Aber andererseits konnte ich mit meinem LEGO-Raumschiff in ferne Welten reisen, mit dem Videospiel war die Handlung vorgegeben…Aber weitaus toller inszeniert! So hat dieser Wandel doch zwei Seiten. Ich muss gestehen, dass ich dieser alten Zeit in gewisser Weise hinterher trauere und das wohl auch ein Grund ist, warum ich meine mehrere Kisten umfassende LEGO-Sammlung nicht hergeben möchte. Andererseits bin ich jetzt 20 und aus dem „LEGO-Alter“ raus und habe mich vielmehr an chemische Dinge, für mein Studium zu halten…
Zu meinem Studium ist mir auch etwas aufgefallen. Ich hatte nie in meinem Leben einen Chemiebaukasten, trotzdem studiere ich Chemie. Warum? Warum hatte ich nie einen Chemiebaukasten und warum will ich genau JETZT einen, wo ich doch im Labor eine weitaus größere Auswahl an Chemikalien (teilweise sogar giftig und krebserzeugend) habe? Vielleicht ist es einfach nur wieder das Prinzip aus Kindertagen, dass ich es einfach will. Ich will einfach einen Chemiebaukasten haben, weil ich denke, ich bräuchte einen.

Abschließend ist zu sagen, dass heute ein Tag wie fast jeder andere für mich ist und das stimmt mich in gewisser Weise traurig. Wo ist das „Weihnachts-Feeling“ hin, das ich schon seit ein paar Jahren verloren habe?
Ich freue mich hauptsächlich auf die Zeit, die ich mit meiner Familie zusammen verbringen kann – wozu ich meine Freundin und deren Familie auch zähle – und weniger auf die Geschenke.

Nachdem ich so darüber nachgedacht habe, was ich geschrieben habe, denke ich, dass ich mein „Weihnachts-Feeling“ nicht verloren habe. Was ich verloren habe ist meine materielle Ansicht des Weihnachtsfestes. Es ist für mich nicht mehr einfaches Warten und dann Geschenke auspacken, nein, es ist ein Familienfest und ich freue mich auf meine Familie. Ich denke, ich habe den wahren Sinn von Weihnachten verstanden, den uns die Filmindustrie immer zeigen will und den die Spielzeugindustrie so sehr verabscheut, weil er nicht mehr predigt, dass Schenken der Sinn von Weihnachten ist.

Ich freue mich.

So long
Chris

Der Kino-Schock Part 1

15. Dezember 2008

Der Student lebt nicht vom Studieren allein, das gilt sogar für Chemiestudenten.
Klingt komisch und unglaubwürdig, ist aber so.
(Bemerkung: „KiCi&Ci“ steht hier immer stellvertretend für das Kinopolis in Viernheim, sowie das CineMAXX und das Cineplex in Mannheim.)
Meine Freundin Sandra, unsere Freundin Melanie und ich haben uns Freitag Abend kurzfristig dazu entschlossen, ins Kino zu gehen. Da wir gerade in der heidelberger Fußgängerzone unterwegs waren, hatten wir sogar drei Kinos zur Auswahl und entschieden uns letztendlich für das [ZENSIERT]. Wir hatten alle den günstigen Studenten/Schüler-Preis von 6€ gezahlt, waren guter Dinge und freuten uns auf den Film. Da wir noch eine gute Stunde Zeit hatten (der Film fing erst 22:45h an), sind wir noch etwas trinken gegangen und waren gegen 22:20h im Kino. Der Weg zu den Kinosälen wurde uns von einer Glastüre versperrt, was ja auch ok ist, immerhin sollen die Leute in diesem sehr unübersichtlichen Kino nicht in einem Vorführsaal verschwinden und dort etwas anschauen, wofür sie nicht bezahlt hatten. Als die Tür gegen 22:30h endlich geöffnet wurde, wollten wir frohen Mutes in den Kinosaal, jedoch warf die Kartenabreisserin einen Blick auf unsere Karten und blaffte uns „Nee! Da können sie noch nicht rein! Da läuft doch noch der Film drin!“ in einem Tonfall entgegen, als hätten wir ihre abgebrochenen Frontzähne beleidigt. (Unfreundliches Personal: 1 Minuspunkt)
Zu diesem Zeitpunkt begannen wir, das Kino [ZENSIERT] mit dem Kinopolis in Viernheim zu vergleichen. Dort zahlt man als Schüler/Student ebenfalls 6€ und wird dafür von freundlichem Personal bedient.
Also noch eine viertel Stunde, bis der Film anfing. Doch halt! Normalerweise wird der Kinosaal doch zwischen zwei Vorstellungen gesäubert, zumindest waren wir das so gewohnt aus KiCi&Ci. Naja, vielleicht war der Saal ja einfach klein und schnell gesäubert.
Während ich auf dem Klo war, das sich übrigens hinter der Glastür befand und somit jeden, der aufs Klo musste, bevor das „freundliche“ Personal da war, zum in-die-Hose-machen verdammte (Unzugängliche Toilette: 1 Minuspunkt), entdeckten Sandra und Melanie ein Schild, das besagte, dass Rollstuhlfahrer leider nicht in den Kinosaal könnten, in dem wir unseren Film anschauten. Wie wir nach dem Film überprüft haben, ist dieses Schild das einzige im Kino! Weder an der Kasse, noch sonst wo außer direkt an der Treppe wird darauf hingewiesen. (Unzureichende Hinweise auf vorhandene Barrieren: 1 Minuspunkt)
Melanie wollte dieses Schild fotografieren, woraufhin sie von der freundlichen Kartenabreisserin fast angesprungen worden wäre und wieder angeblafft wurde. Da ich es nicht selbst miterlebt habe, was ich sehr bedaure, kann ich das Geschehene nur kurz zusammenfassen. Die Kartenabreisserin behauptete steif und fest, dass das Fotografieren im gesamten Kino verboten sei und das man auch in jedem Kino das Handy auszuschalten hatte. (Nochmal unfreundliches Personal: 1 Minuspunkt) Seltsam, im Kinopolis bekommt man über Bluethooth sogar kostenlos Wallpaper und Kinotrailer aufs Handy, da muss man das Handy bestimmt auch ausmachen, klar!
Ich kam erst kurz vor Ende des Gesprächs, in dem auch geklärt wurde, dass wir dieses Kino sowieso nicht wieder besuchen würden, wieder dazu und wir gingen mehrere Treppen hinauf in den Vorführsaal. Was uns hinter der Tür erwartete ist für Kinofreunde nur schwer zu ertragen.
Zunächst die Leinwand. Der Vorhang, hinter dem die Leinwand verborgen war, hatte so ungefähr das Seitenverhältnis 32:9, was eigentlich nicht schlimm war, hätte es die Leinwand nicht so verdammt kein wirken lassen. Später stellte sich heraus, dass die Leinwand tatsächlich normales Format hatte und der Raum einfach doppelt so breit war. (Schlechte Architektur: 0,5 Minuspunkte)
Der zweite Blick fiel dann auf die Sitzreihen. Die Lagen alle in einer Ebene! Jeder sitz gleich hoch wie der davor liegende! In KiCi&Ci wäre sowas undenkbar. (Nochmal schlechte Architektur: 1 Minuspunkt) Zum Glück saß niemand direkt vor uns.
Dann fiel uns auf, wie es möglich war, Reinigungspersonal in nur 10 Minuten durch den Kinosaal zu bekommen. Man tat es einfach nicht! Überall lag Popcorn auf dem Boden, Getränkeflashcen standen herum und Papiermüll lag auf manchen Sitzen. (Verdreckter Vorführsaal: 2 Minuspunkte) Widerlich!
Dann hatte die Architektur des Saales noch eine Besonderheit. Der Boden in der Mitte lag tiefer als der Rest. Somit hatte man in den mittleren Reihen noch mehr gelitten, wenn jemand vor einem saß. (Schon wieder schlechte Architektur…oder Mangel an der Bausubstanz? Lieber nicht drüber nachdenken! 1 Minuspunkt)
Soweit zur Beschreibung der „Hardware“, also Kino und Personal. Die Vorführung an sich werde ich demnächst nachtragen, ist ja auch erstmal genug zu lesen.

So long
Chris

Vieleviele bunte Smaaa…äh…Faaarben!

24. November 2008

Ich habe jetzt mehrere Wochen Chemiestudium hinter mir und habe dort neben der Chemie selbst auch noch etwas anderes gelernt.

Chemie ist nur theoretisch schwer, praktisch ist alles bunt!
Die Chemievorlesung ist nicht ganz einfach zu verfolgen und man muss schon mitdenken. Es gibt Atomorbitale, in Fachkreisen laut unserem Professor auch als „Eumel“ bekannt. Zudem ist ja eh alles trivial, wenn man ein bissel Mathe kann.
Auf der anderen Seite der Chemievorlesung steht das Praktikum. Im Moment haben wir noch ein Grundlagenpraktikum, das man einfach nur besuchen muss und was bei lernt, ganz nebenbei. Der Hauptteil besteht darin, Sachen zusammenzumischen, zuzuschauen, wie sich die Farbe ändert und sich dann darüber zu freuen. Wir beobachten Farbumschläge und wissen dann, wie sauer die Säure im Glas denn wirklich ist oder müssen Farben machen, damit wir einen Beweis dafür haben, dass bestimmte Elemente in einer Lösung drin sind. Manchmal machen wir auch einfach nur zum Spaß Farben. Wenn man das alles so beobachtet, möchte man wirklich meinen, dass Gott sich den ein oder anderen Johnny gedreht hat, als er die Chemie erschaffen hat. Wahrscheinlich direkt nach der Biologie, bei der er auch die Drogen erfunden hat.
Ich glaube, ich werde doch nicht Naturwissenschaftler, sondern Naturphilosoph, wie die alten Griechen. Die haben sich die Welt einfach so zusammengereimt, wie es ihnen sinnvoll erschien.!
In diesem Sinne: Es lebe das Phlogiston! (Meine Mitkommilitonen wissen, worum es sich handelt. Unwissende, die interessiert sind, ziehen einfach Wikipedia zu Hilfe.)

So long
Chris